Digitalisierung bedeutet, am aktuellen Stand des Irrtums zu arbeiten. Irrtümer finden wir dabei täglich auf Produkt-, Organisations-, Kultur-, und Teamebene. Solutions-Partner wibas diskutiert mit Kunden täglich, wie man dem begegnet und welch große Rolle Agilität dabei spielt.

„Wie können wir als traditionelles Unternehmen mit digitalen Produkten unseren Endkunden das Leben erleichtern?“

Diese Frage stellte Andreas Lawrenz von Mann+Hummel auf der #shh18. Dabei berichtete er über die Rolle des Kunden als Entwicklungshelfer und den Weg vom Minimum Viable Product (MVP) bis hin zum Rollout eines digitalen Monitoring Tools für die Messung des Zustands von Luftfiltern. Seine Message dabei: Durch Verproben von MVPs generieren wir schnellstmöglich Feedback von Endnutzern und lernen Marktbedürfnisse besser kennen.

„Fokus auf Lösungserfolg oder Erfolg durch Problemfokus?“

Cathleen und Stefan von idealo zeigten, wie Organisationen durch das Fokussieren auf Lösungen echte Kundenprobleme übersehen und Ressourcen falsch einsetzen. Die Aufgabe der Organisation von heute besteht nämlich darin, Probleme und Bedürfnisse von Nutzern zu entdecken. Danach erst kann durch neu entwickelte Ideen, Experimente und Echtzeitfeedback effektiv und effizient geliefert werden. Wie das ganze auf Organisationsebene strategisch mit „Team of Teams“ bei idealo funktioniert, gaben sie auch Preis.

„Wie gelingt es Firmen, neue Wege zu gehen und damit zu vermeiden, dass sie von anderen Firmen disruptiert werden? Und Ist es überhaupt sinnvoll dafür Organisationseinheiten auszulagern?“

Christian Tarragona schilderte den Ausgliederungsprozess von KUKA Labs entlang der Ausgliederungs-, Operations-, und Reintegrationsphase und die damit verbundenen kulturellen Herausforderungen der bestehenden und der ausgegliederten Organisationseinheit. Dabei hob er die neue Startup Kultur und das fokussierte agile Arbeiten im Lab hervor, verwies jedoch gleichzeitig auf fehlende interne Weitsicht auf Kommunikationsprobleme zur bestehenden Organisation hin. Als größte Herausforderung untermalte er die Reintegrationsphase, in welcher sich zwei Kulturen und damit verbundene Arbeitsweisen wieder in eine Richtung bewegen müssen.

Als Best Practices für eine Ausgliederung von Organisationseinheiten führte er Top-Management-Unterstützung, langfristiges planen der Reintegration und erfahrungsbasiertes Lernen auf.

„Teamgeist oder Geisterteam? Wie können Veränderungen intern erfolgreich umgesetzt werden?“

Die Digitalisierung stellt Teams vor neue Aufgaben, Johanna berichtete hierzu über Erfolgsfaktoren für Teams im Change-Prozess. Ihre Key Messages waren:

Veränderungen sind sachlich oft gut erklärt, bei der Umsetzung gilt es jedoch auf die emotionale Ebene der Mitarbeiter zu achten. Dabei gilt es Konflikte früh zu adressieren und in Klärung zu gehen, um emotionale Gräben und damit verbundene negative Einflüsse auf das Team zu minimieren. Das Entwickeln eines starken Teamgeistes ist hierbei zu fördern. Zu starker Teamgeist kann allerdings zu isoliertem Verhalten führen, welches der Gesamtorganisation schädlich bekommt. Cross-funktionale Teams sind erfolgreich, wenn sie sich fachlich ergänzen. Noch erfolgreicher sind sie, wenn sie divers sind.

Erfolgreiche Teammitglieder haben Präferenzen, sind aber reflektiert genug um gegenteilige Meinungen zu schätzen. Durch Zusammenarbeit lernen Teammitglieder, was ihren Kollegen wichtig ist und optimieren ihre Haltung.

#shh19? Na klar!

Wir freuen uns, vom 11.-13. September 2019 wieder auf der Solutions Hamburg dabei zu sein. Welche Sessions wir zum Track „Führung steht Kopf – gut so!“ mitbringen? Hier gibt es weitere Informationen: https://2019.solutions.hamburg/tracks oder schreibe eine E-Mail an wibas.

Gastbeitrag wibas

Partner-Beitrag der Wibas